Häufige Fragen

Frage: Warum diese Neuerungen in der Weiterbildung?
Antwort:

Frage: Warum Beobachtung ganzer Vorstellungsanlässe?
Antwort: Erst durch die regelmäßige Beobachtung ganzer Vorstellungsanlässe wird es möglich einzuschätzen, inwiefern eine ÄiW/ein AiW fähig ist, Wissen und Fertigkeiten situationsgerecht und falladäquat anzuwenden. Eine umfassende Beurteilung einer APT kann sich nicht auf Teilaspekte einer Untersuchung beschränken, sondern muss auch den Gesamtverlauf berücksichtigen. Hier werden Qualitätsmerkmale sichtbar, die im „Reden über den Fall“ (Fallbesprechungen) eher nicht zur Sprache kommen. So etwa, inwiefern in der zur Verfügung stehenden Zeit effektiv gearbeitet wird oder ob die Gesamtsituation der Patientenfamilie bei einer Therapieempfehlung angemessen eingeschätzt wurde.
Zahlreiche Kriterien, die einen Vorstellungsanlass als professionell qualifizieren, erhalten in Fallbesprechungen kaum Aufmerksamkeit, weil sie in der Praxis eher unbewusst ablaufen. Dies gilt auch für solche Aspekte, die die Kommunikation bzw. insgesamt die Beziehungsgestaltung mit Kind und Eltern betrifft. Diesbezüglich problematische bzw. dysfunktionale Verhaltensweisen können nur in der direkten Beobachtung erkannt und so an die ÄiW zurückgespiegelt werden. Zur Unterstützung dieser Rückmeldung hält das ePaedCompenda die sog. Rückmeldebögen vor. Hier finden sich Indikatoren, die für ein differenziertes Feedback sensibilisieren.

Frage: Warum mit Lernzielen arbeiten?
Antwort: Die ambulante Pädiatrie wird in ihren Anforderungen gern unterschätzt. Auch werden einige Kompetenzen, welche die Qualität der Arbeit wesentlich mitbeeinflussen, allzu schnell als nebensächlich angesehen (z.B. Kompetenz als Lotse). Die im ePC definierten Lernziele repräsentieren demgegenüber das breite Spektrum der Kompetenzen und Rollenanforderungen. Die ÄiW erhalten hier einen differenzierten Überblick und eine Richtschnur für die Weiterbildungszeit in der grundversorgenden Pädiatrie. Sie können eigenverantwortlich Lernbedarfe feststellen und gemeinsam mit dem WBB Schwerpunkte für die Weiterbildung setzen. Zur Unterstützung dieses Prozesses hält das ePaedCompenda die sog. Lernzielbögen vor. Hier finden sich Items, die für die jeweilige Anzuvertrauenden Professionellen Tätigkeit (APT) relevant sind.

Frage: Worin unterscheidet sich die kompetenzbasierte von der herkömmlichen Weiterbildungspraxis?
Antwort: Die herkömmliche Weiterbildungspraxis beim niedergelassenen Kinder- und Jugendarzt unterscheidet sich in ihrer Vorgehensweise kaum von derjenigen in der Klinik: Sie besteht aus den zwei Phasen „Mitlaufen“ und „Hinzuziehen“: Zunächst hospitiert die Ärztin in Weiterbildung (ÄIW) beim Weiterbildungsbefugten (WBB), schaut ihm zu und übernimmt assistierend einige Tätigkeiten. Diese Phase dauert je nach Erfahrungsstand der ÄiW, Ermessen des WBB und Patientenaufkommen unterschiedlich lang. Ziel ist es, die Standards der jeweiligen Praxis kennen zu lernen und durch direkte Beobachtung der WBB zu lernen, „wie man es macht“ und „was gute Praxis ist“.
In der zweiten Phase arbeiten die ÄiWs selbständig, können und sollen aber in schwierigen/unsicheren Situationen den WBB hinzuziehen – entweder direkt während eines Vorstellungsanlasses oder im Anschluss daran. Die Initiative geht hier wesentlich von den ÄiW aus und setzt eine hohe Kompetenz der Wahrnehmung eigener Grenzen voraus.

Die Beurteilung der Kompetenzen der ÄiW durch den WBB erfolgt bei dieser Vorgehensweise in der Regel folgendermaßen:


Auch in der neuen kompetenzbasierten Weiterbildung mit ePaedCompenda (ePC) bleiben diese Formen der Kompetenzbeurteilung wichtig. Es kommen jedoch noch zwei weitere zentrale Elemente hinzu:

Frage: Wie werden Fehler in PaedCompenda dokumentiert?
Antwort: Fehler des Programmes bitte an projektbuero@paedcompenda.de einsenden. Macht die Ärztin in Weiterbildung einen Fehler (diagnostiziert beispielsweise otitis media, dabei liegt tatsächlich otitis externa vor) bitte ins Notizfeld als Freitext eintragen.

Frage: Müssen im Lernzielbogen alle Zeilen angeklickt werden?
Antwort: Nein. Bitte nur die Zeilen anklicken, die die Ärztin in Weiterbildung und die Weiterbildungsbefugte auch tatsächlich als relevant ansehen. Sind alle relevanten Zeilen auf überwiegend sicher oder sicher sollte eine Rückmeldesituation verabredet werden.

Frage: Müssen im Rückmeldebogen alle Zeilen angeklickt werden?
Antwort: Nein. Bitte klicken Sie nur die Zeilen an, die Sie als Weiterbildungsbefugte auch tatsächlich als relevant ansehen und die auch tatsächlich beobachtet werden konnten.

Frage: Ergibt sich im Rückmeldebogen das Privileg der selbstständigen Praxis automatisch aus den Ergebnissen der angeklickten Zeilen?
Antwort: Nein. Die Weiterbildungsbefugte entscheidet höchstselbst und unabhängig von den bisher programmierten Kriterien darüber, ob sie der Ärztin in Weiterbildung die betreffende Tätigkeit anvertraut. Die Ärztin in Weiterbildung entscheidet auch, und zwar, ob sie sich die Tätigkeit zutraut. Nur wenn beide Vertrauensentscheidungen positiv ausgehen, soll das Häkchen bei "Privileg der selbstständigen Praxis" gesetzt werden. Allerdings erlaubt PaedCompenda kein Häkchen, wenn eine Bewertung mit unsicher abgegeben wurde.

Frage: Müssen alle APTs bearbeitet werden?
Antwort: Nein. Wir erhoffen uns mindestens eine bearbeitete APT pro Quartal. Es dürfen aber gern mehr sein.

Bei der vorliegendem Pilotversion sind wir auf Fragen und Anregungen durch die Nutzer angewiesen:
Was ist unverständlich oder verwirrend, was überflüssig, was sollte ausführlicher, klarer oder komprimierter dargestellt werden?

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